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Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall
Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall sind der bellend klingende Krupphusten, pfeifende Geräusche beim Einatmen und Atemnot.
Pseudokrupp

Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall

Ein Pseudokrupp-Anfall entsteht so gut wie nie ohne vorherige Erkältungssymptome. Entsprechend ist die erste Voraussetzung, die auf einen Pseduokrupp-Anfall hindeutet, ein vorhergegangener Infekt oder eine spezifische Atemwegserkrankung wie beispielsweise Asthma bronchiale. Hinzu kommen drei weitere eindeutige Anzeichen, die auf einen Pseudokrupp-Anfall hindeuten, sich allerdings in ihrer Schwere unterscheiden können: Krupphusten, auffällige Atemgeräusche und Atemnot.

Hinzu kommt, dass diese Anzeichen sich überwiegend nachts zeigen. Leidet das Kind tagsüber unter klassischen Erkältungssymptomen mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Fieber, entwickelt sich ein Pseudokrupp-Anfall typischerweise nachts, häufig aus dem Schlaf heraus. Am Tag produziert die Nebennierenrinde körpereigenes Cortisol, ein Hormon zur Abwehrfunktion des Körpers gegen Entzündungen. Nachts kommt es zu einem Abfall dieser Cortisolproduktion. Insbesondere zwischen Mitternacht und etwa vier Uhr morgens erreicht die Konzentration an Cortisol ihren Tiefststand. In diesem Zeitraum entsteht häufig ein Pseudokrupp-Anfall.

Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall: Krupphusten

Ein unverkennbares Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall ist der Krupphusten. Eltern, deren Kinder einmal an Pseudokrupp erkrankt sind, erkennen dieses Geräusch sofort wieder, denn es unterscheidet sich klar von herkömmlichem Husten. Der Krupphusten klingt sehr trocken und bellend. Umgangssprachlich wird dieser Husten deshalb auch als Seehund-Husten bezeichnet.

Atemgeräusche

Ein weiteres Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall ist ein quietschend pfeifendes Geräusch beim Einatmen. Das Geräusch ist deutlich hörbar, wenn das Kind zwischen den Hustenanfällen stark Luft holt. Medizinisch bezeichnet man diese Atemgeräusche als inspiratorischen Stridor.

Anzeichen für einen Pseudokrupp-Anfall: Atemnot

Aus dem starken Husten und den Schwierigkeiten beim Einatmen entsteht bei einem Pseudokrupp-Anfall häufig Atemnot. Besonders sehr kleine Kinder geraten häufig in Panik, wenn sie aus dem Schlaf gerissen werden und merken, dass sie nur schwer Luft bekommen. Meist beginnen sie zu weinen, was das Atmen zusätzlich erschwert und eine Schnappatmung verursachen kann.

Die Aufmerksamkeit und beruhigende Zuwendung der Eltern ist in solchen Fällen oberstes Gebot. Meist lässt sich ein Pseudokrupp-Anfall durch beruhigendes Einwirken und Frischluftzufuhr eindämmen. Bleibt der Husten bestehen, das Kind schnappt unkontrolliert weiterhin nach Luft, wird blass und es zeigen sich Einziehungen beim Einatmen an Hals und Brustkorb, sollte unverzüglich der Notarzt gerufen werden.

Sabrina Mandel