ErfahrungenHier könnt ihr nachlesen, wie andere Eltern mit Krupp umgehen :
Unsere eigene Geschichte habe ich im Mai 2002 zusammen geschrieben. Man darf nie vergessen, dass Janniks Fall außergewöhnlich ist. Bisher habe ich erst von einem weiteren Kind gehört, dass ähnliche Symptome zeigte und ich hoffe, dass sich die Eltern noch mal bei mir melden ! Janniks Geschichte
SelbstbetroffenMein Name ist Jessi und ich bin 19 Jahre alt. Als Kind litt ich unter Pseudokrupp. Dieses Mal war es aber anders:
Jessi
Krupp in den 80ernFrüher gab es leider noch nicht so viele Infos über Pseudokrupp, schon gar nicht in der DDR. Ich selbst war als Kind vom ersten bis neunten Lebensjahr (1981-1989) davon betroffen, meist pünktlich zu Weihnachten und einmal im Sommer. Meist bin ich bei einem Anfall, der immer nachts kam blau angelaufen und hatte schlimme Erstickungsanfälle. Viele Anfälle waren bei mir aber auch mit Fieber von 40 bis 42 Grad (das war der traurige "Rekord") und entsprechenden Fieberträumen begleitet. Meine Eltern saßen Tag und Nacht an meinem Bett und haben Wache geschoben. Bei Anfällen wurde ich im Winter aus dem Fenster gehangen und ich sollte Fenster (zur Weihnachtszeit die Schwibbbögen) zählen, um mich abzulenken, im Sommer wurde ich vor den offenen Kühlschrank gesetzt. Fast jedes Mal kam der Notarzt, ins Krankenhaus musste ich deswegen noch nie (glaube ich), obwohl die Anfälle nach heutigen Erkenntnissen einer Stufe 3 oder 4 entsprachen. Bei unzähligen Arztbesuchen bekam ich unzählige Spritzen, etc. Ich hatte auch eine super Kinderärztin, die sich mit Pseudokrupp sehr gut auskannte, da ihr Mann dies auch im hohen Alter noch hatte. Ich bin froh, dass ich das mit den damaligen Möglichkeiten halbwegs gut überstanden habe (habe sogar die Erfahrung gemacht, dass eine nachfolgende Kinderärztin wortwörtlich meinte: "Pseudokrupp, das gibt es in der DDR nicht" und mir Medikamente verschrieb, die meine Eltern nicht kannten. Gottseidank ließen sie diese durch unsere alte Kinderärztin überprüfen, sonst wäre ich heute nicht mehr am Leben) Die jahrelangen Cortison und Antibiotika Behandlungen haben leider bei mir erhebliche Spuren hinterlassen: Ich bin öfter krank und erkältet als ein "normaler" Mensch, Erkältungen fallen bei mir sofort extrem aus und ein kleiner Erkältungshusten lässt mein Umfeld richtig erschrecken über die Derbheit des Hustens (z.B. während ich seelig bei Erkältungen mit heute noch extrem bellendem Husten schlafe, halte ich die ganze Umgebung wach). Mein Immunsystem ist ziemlich schwach, so muss ich mehr auf meine
Gesundheit achten. (hatte u.a. einen extrem aufgeblähten Blinddarm, der auf die
Cortisonbehandlungen zurückzuführen war und vor knapp 2 Jahren in einer NotOP
entfernt wurde, wobei festgestellt wurde, dass die Entzündung auf Dickdarm und
Dünndarm übergegriffen ist; kurz danach kam eine Gürtelrose ...) Trotzdem bin
ich froh, das alles heil überstanden zu haben. Adi
Spongia versus RectodeltUnser Sohn (3 Jahre und 3 Monate) hatte vor fünf Tagen seinen fünften
Pseudo-Krupp-Anfall. Das erste mal kam er völlig ohne Vorwarnung (keine
Erkaltung, kein bellender Husten, nichts!). Das hat mich sehr erschreckt!
:o((((( Die ersten drei Krupp-Anfalle habe ich alleine mit Spongia-Globuli
"gemeistert" und war stolz auf mich! Darüber mache ich mir inzwischen starke
Vorwurfe :o(( Der Ergeiz, Kinder mit Homöopathie zu behandeln, ist meiner
Meinung nach
Insa
Es wird wenigerZuerst möchte ich mal sagen, das ich es super finde das es so eine Seite über Pseudokrupp gibt. Denn dieser Krupp beschäftigt uns vor allem im Winter auch immer. Unsere Tochter hatte den ersten richtigen Anfall mit 3Jahren und angefangen hat es mit Heiserkeit und dann bellender husten, aber keine Atemnot. Am zweiten Abend kam dann auch die Atemnot dazu. Sie wurde blau und ich geriet recht in Panik, was sicher falsch war. Mit der Ambulanz sind wir dann im Kinderspital gelandet und mussten dann auch dort übernachten. Sie bekam Kortisonzäpfchen und es wurde ein Inhalationsgerät neben das Bett gestellt. In dieser Nacht hatte sie noch drei weitere Anfälle und ich bin wirklich fast gestorben vor Angst. War aber sehr froh das ich auch mit im Spital schlafen durfte. Am nächsten Tag durfte sie dann wieder nach hause und es ging ihr besser. Ich hatte aber lange zeit Mühe richtig zu schlafen, da ich immer noch vor Augen hatte wie schlimm es für mich war meine Tochter Leonie so zu sehen. Dann ging es nach etwa drei Wochen wieder los. Ich merkte aber schon am Nachmittag, wie sie heiser war und ein trockener Husten sich dazugesellte. Ich rief gleich bei unserem Arzt an der gleichzeitig auch Homöopath ist. Wir erhielten einen Termin und bekamen von ihm Spongia C30. In der Nacht hatte sie zwar einen Anfall, aber nie mehr so schlimm wie das erste Mal. Wir gingen dann ins Bad und haben mit der Brause heißes Wasser laufen lassen bis es nur noch gedampft hat. Zusätzlich nochmals Spongia C30 drei Kügelchen und nach zehn Minuten war der Spuk vorbei. Im letzten Winter hatte Leonie alle zwei bis drei Wochen einen Anfall, aber dank Spongia C30 nie mehr so heftig wie das erste Mal. Jetzt ist Leonie vier Jahre alt und diesen Winter hat sie erst zwei mal gekruppt. Aber nicht mehr so richtige Anfälle, mehr belliger Husten ohne Atemnot. Wenn ich aber merke, das sie heiser ist, dann gebe ich ihr grad das Spongia und es kommt nicht zu einem richtigen Anfall. mittlerweile macht mir der Pseudokrupp nicht mehr so Angst wie am Anfang, doch ruhig schlafen kann ich dann trotzdem nicht so gut . ich empfinde es immer wieder als eine strenge Zeit und freue mich schon darauf, wenn nie mehr ein Kruppanfall kommt. Alexandra
WunderkerzenUnser Sohn Manuel ist inzwischen 3 1/4 Jahre alt. Er hatte seinen ersten Krupp mit gut einem Jahr Da ich von einer guten Freundin schon ziemlich viel mitbekommen habe, da ihre Kinder auch Krupp Kinder sind, war ich wenigstens nicht ganz so unvorbereitet. Gestern Nacht hatten wir wieder Premiere. Ohne Vorwarnung ( Erkältung oder so ) fing er gegen 23.00 Uhr an zu Husten. Und dann ging alles sehr schnell. Schwierig war es auch ihm ein Zäpfchen zu geben, da er Zäpfchen sowieso hasst und außerdem hatte er gestern leichten Durchfall, sodass ich Stoßgebete hochgeschickt habe, das er keinen Stuhlgang hat, so lange das Zäpfchen wirken muss. Wir sind dann dick eingepackt auf den Balkon gegangen und das hat ihm schon große Erleichterung gebracht. Da er zur Zeit total auf diese Wunderkerzen steht, die man zu Weihnachten oder Silvester anzündet, haben wir dieses auf dem Balkon gemacht, das hat ihn wunderbar abgelenkt. Ich habe ihm erzählt, das vom Himmel das Christkind herunterschaut sowie seine beiden Opas die schon im Himmel "wohnen" und die passen alle gut auf ihn auf und machen, das alles wieder gut wird. Ich glaube, Ruhe bewahren ist nach den Zäpfchen das beste Rezept. Das mit den Wunderkerzen könnt ihr mal ausprobieren, gibt es zur Zeit überall und paßt wunderbar in diese Krupp - Jahreszeit Ingrid
Der erste Kruppanfall IIIch heiße Alexandra und habe eine kleine Tochter (3Jahre, 7 Monate). Vor zwei Nächten (also ganz frisch) hatte die Kleine wahrscheinlich ihren ersten, nächtlichen Krupp-Anfall. Diese Nacht werde ich wohl nie vergessen! Ich dachte einige Minuten (oder waren es nur Sekunden ?) lang, unsere Tochter würde in meinen Armen ersticken. Erstaunlicherweise bin ich nicht sofort in Panik ausgebrochen (das geschieht jetzt erst so langsam!) und habe wohl instinktiv das Richtige getan: Raus aus dem Bett, beruhigen und vor allen selbst Ruhe bewahren und doch dauerte es nach meinem Gefühl extrem lange bis Celina wieder Luft holen konnte und Tränen überströmt mir sagte, dass sie durch die Nase keine Luft bekomme. Also habe ich sie geschnappt, die Treppe runter in die Küche und Gott sei Dank fand ich das Nasenspray beim ersten Griff. Danach schien es besser zu werden, aber die "rasselnde" Atemgeräusche werden mich wohl noch einige Zeit begleiten. Kurz gesagt: jetzt beginnt für mich die Suche nach Antworten auf Fragen, die ich selbst noch nicht alle kenne. Ich weiß nur, die gesamte Familie, mein Mann und ich, Omas und Opas etc. sind zur Zeit ziemlich verunsichert wie es weitergehen soll. Natürlich waren wir am nächsten Morgen bei der Kinderärztin, die den Verdacht eines anderen Arztes auf Krupp bestätigte und sofort diese "Notfallzäpfchen" verordnete (InfectoCortiKrupp). Dies hat mich auf der einen Seite etwas beruhigt, da ich jetzt wohl auf die nächste Nacht "vorbereitet" wäre, aber auf der anderen Seite hat es mich total verunsichert und beklemmt. Unser erstes Motto lautete: Keine Panik! Informationen suchen und sammeln. Aber das ist leichter gesagt als getan. Denn die darauf folgende Nacht (von gestern auf heute) wurde zwar nicht ganz so schlimm, aber es hat uns auch so schon gereicht: gegen 22.00 Uhr meldete sich Celina und da war es wieder: das Rasseln (nicht so extrem) und die "rauchige" Stimme. Der Krupp-Anfall kam nicht - jedenfalls nach unseren Vorstellungen-, dafür aber das Fieber. Alex
Der erste Kruppanfall IEs war ein schöner, warmer Maitag. Er war schon den ganzen Tag sehr unruhig, aber ansonsten war alles in Ordnung. Wir saßen bei schönem Wetter draußen im Hof, der Kleine schlief bei meiner Nachbarin auf dem Arm, als sie mich plötzlich verunsichert fragt, ob er noch atmet. Ich schaue nach, kann es selber nicht erkennen und nehme ihn hoch. Sein Atmen ist schwach, kaum hörbar. Ab und zu ein lauteres Geräusch beim Einatmen. Es ist 19.30 und unsere Hausärztin zum Glück noch in der Praxis. Ich mache mich sofort auf den Weg. In der Praxis bekommt er sofort „Rectodelt“ gegen (Pseudo-)Krupp. Er hatte also einen starken Kruppanfall. Kurze Zeit darauf beantrage ich eine Mutter-Kind-Kur. Wir fahren vom 30.06-21.07.2000 nach Bad Wildungen. Die Zeit dort war schön, hat uns aber nicht geholfen. Seitdem Kruppanfall Anfang Mai leidet Niklas Mirò an starken Husten. In der Kur bekommt er noch zwei leichtere Anfälle. Während der ganzen Zeit bekommen die Kinder Hustensaft, Niklas Mirò inhaliert mit „Mucosolvaninhalat“- in der Packungsbeilage steht ab sechs Jahren, mein Sohn ist zu diesem Zeitpunkt vier Monate alt. Die Zeit geht ins Land, der Husten leider nicht, er ist sein ständiger Begleiter. Durch den ersten, recht ungewöhnlich Verlauf des Pseudokrupps - kein Husten, kein Röcheln- habe ich natürlich wahnsinnige Angst, einen Kruppanfall bei ihm nicht rechtzeitig zu erkennen. Die ersten zwei Jahre schläft der Kleine mit im Schlafzimmer- direkt neben unserem Ehebett- so das ich nachts nur in sein Bettchen greifen muss, um zu fühlen, ob und wie er atmet. Daniela
KühlschrankMein Ältester bekam seinen ersten Krupp-Anfall mit 3 3/4 Jahren. Insgesamt
hatte er 4 Anfälle, den letzten mit 5 1/2 Jahren. Ich habe immer beruhigend auf
ihn eingesprochen, ihn in eine Decke gehüllt und mich mit ihm vor den offenen
Kühlschrank gesetzt. Er hat die kalte Luft eingeatmet und mir gleichzeitig
erzählt, was alles in unserem Kühlschrank drin ist. Es hat nie lange gedauert
bis ich ihn wieder in sein Bett legen konnte. Mein Jüngster leidet häufig unter
spastischer Bronchitis und hatte bisher einen Krupp-Anfall und zwar im Alter von
2 1/2 Jahren. Der Kühlschrank hat ihn damals nicht interessiert und auch meine
beruhigenden Worte nicht. Wir haben dann am geöffneten Fenster gesessen, aber
auch das brachte so schnell keine Linderung, im Gegenteil: die Panik wuchs in
ihm. Ich gab ihm dann ein Cortison-Zäpfchen, das ich eh zu Hause hatte wegen der
spast. Bronchitis (nur für den höchsten Notfall).
HandpuppenAls unser Sohn 2 1/2 Jahre alt war, begannen die ersten Abfälle. Besonders bei ungünstiger Wetterlage (Smog) traten sie auf. Beim ersten Mal versuchten wir es mit frischer Luft und gingen mit ihm spazieren, beim 2. Mal gaben wir dem Kleinen in unserer Not Kortisonzäpfchen, damit die bellenden Hustenanfälle aufhörten, aber wir hatten ein schlechtes Gewissen dabei. Es gab aber einen besseren Weg:
Michaela
Vor 25 JahrenUnser Sohn war ein Jahr und drei Monate alt als er seinen ersten Krupp-Anfall
hatte. Vorher hatte ich noch nie davon gehört. Es begann mit einer Erkältung. Er
hustete stark und war heiser und fieberte - natürlich kurz vorm Wochenende. Ich
rief beim Kinderarzt an und schilderte die Symptome. Ich sollte ihm Hustensaft
aus der Apotheke holen, was ich auch tat, Fieberzäpfchen hatte ich noch. In der
übernächsten Nacht (zum Montag) schlief er recht unruhig und atmete schwer. Er
hatte Atemgeräusche, die mir seltsam vorkamen. Er hatte Probleme beim Einatmen.
Das war zum Morgen um 6 Uhr so schlimm, dass ich in der Uniklinik (auf der
Kinderstation) anrief und um einen Krankenwagen bat. Ich bekam die Antwort, das
sei nicht möglich, ich müsse eine Einweisung vom Kinderarzt haben. Die Schwester
weigerte sich, für mich ein Taxi zu rufen. Ich hatte kein Kleingeld mehr. Nun
muss man dazu sagen, die Sache spielte sich vor 25 Jahren in Frankfurt ab, wir
hatte kein Auto und kein Telefon, mein Mann musste in der Nacht arbeiten. Um 8
Uhr war ich mit dem Kleinen beim Kinderarzt - keine 10 Minuten später waren wir
mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zur Uniklinik. Dort wurde ich dann
gefragt, warum wir denn nicht schon eher gekommen seinen .......? Unser Sohn
bekam eine Spritze, Sauerstoff und ihm wurde Blut abgenommen. An Nachmittag
besuchten wir ihn, er lag dick eingewickelt in einem Bettchen auf einem Balkon
in der kalten Januar-Luft. Es ging ihm schon erheblich besser. Am nächsten Tag
durfte er wieder nach Hause. Wir bekamen Rectodelt-Zäpfchen für den Notfall und
den Tipp, ihn im Falle eines Anfalls vor das geöffnete Gefrierfach zu setzen,
zur Erleichterung der Atmung. Ute
Trotz StillenWeil Arne doch noch voll gestillt wird, dachte ich, er kann ja gar keine „schlimme“ „Erkältung oder Grippe“ bekommen. Als ich eine starke Magen und Darm Grippe hatte, empfiehl mein Frauenarzt mir ab zu stillen, weil meine Milch bereits von allein sehr viel weniger wurde. Aber das wollte ich nicht und somit habe ich mehrere Tage mit einer elektrischen Milchpumpe versucht wieder mehr Milch zu bekommen. Zum Glück habe ich geschafft, dass ich wieder voll stillen kann. Arne hatte erst nur 3 Tage Schnupfen, dann ging es ihm wieder richtig gut. Wir sind sogar zur Krabbelgruppe gefahren, was ich sonst bestimmt nicht getan hätte. Genau an diesem Tag ist Arne 4 Monate alt geworden. Auf der Rückfahrt am Abend erzählte er sogar ununterbrochen in seiner Sicherheitsschale, und ich war mir sicher, dass er wieder voll fit war. Zuhause wurde er heiser und hustete hin und wieder. Aber er spielte so schön und lachte dabei, dass ich mir keine weiteren Gedanken machte. Um 19.00 Uhr bekamen wir Besuch und weil unser Kleiner noch richtig munter war, saß er bei mir auf dem Schoß. Vielleicht habe ich unbewusst doch etwas geahnt!? Ganz unerwartet hörte er auf zu atmen. Für mich war dieser Augenblick unheimlich lang... Erst danach fing er an zu „röcheln“. Ich rief den Notarzt. Auf alle Fälle wollte ich schnell mit ihm zu einem Arzt und welcher Kinderarzt gerade Notdienst hatte, wusste ich nicht. Als die Sanitäter kamen, war Arne ungewöhnlich ruhig. Vielleicht war er auch verblüfft, als drei fremde Leute in sein Kinderzimmer stürzten. Wir wurden ins Krankenhaus gefahren. Dort ging alles so schnell, dass ich dem Ganzen einfach nicht mehr folgen konnte. Er bekam Cortison und noch Zäpfchen zur Beruhigung. Erst im Krankenhaus wurde mir bewusst, dass die Situation doch so bedrohlich war. Im nachhinein bin ich froh darüber, denn Panik hätte für unseren Sohn ja alles nur verschlimmert. Fieber hatte er die ganze Zeit nicht. Wir sind jetzt 3 Tage wieder zu Hause. Etwas Schnupfen hat er noch. Aber letzte Nacht hat er auch nicht mehr gehustet. Er schläft viel und es geht ihm immer besser. Leider hat ihn stillen nicht vor dem Krupp bewahrt. Ellen
Wenn Krupp länger dauertMein Sohn hat mit 3 1/2 Jahren seinen ersten Krupp Anfall bekommen. Voran ging eine Erkältung. Er lag eine knappe Woche im Krankenhaus. Immer wieder zum Inhalieren. Man erklärte mir auch, dass er meist bei feuchter nebliger) Luft ausbrechen kann. Danach hatten wir 3 Jahre Ruhe, bis zum nächsten Anfall. Die Ärzte wollten uns beruhigen und meinten, ab dem 6 Lebensjahr wäre alles überstanden. Es gibt ganz seltene Fälle, indem das Kind sein Leben lang damit zu tun hat. Zu seinem 10 Geburtstag (Herbst) fuhren wir allesamt (wie immer) an die Nordsee. Er fing Mittags ganz normal an zu husten. Dann wurde er immer trockener. Also der Anfall war schon auf dem Weg. Tatsache: Abends riefen wir den Arzt, er wurde gleich ins nächste Krankenhaus eingeliefert. Unser Urlaub fand nun im Krankenhaus statt. Nun hieß der Krupp nicht mehr Krupp sondern er heißt nun Kehlkopfentzündung. Aber er kann sehr gut damit leben. Er ist mittlerweile 14 Jahre und wenn die Herbstzeit beginnt hat er sein Spray immer bei sich. Es grüßt Euch Simone aus Berlin
Krupp mit 6 JahrenUnser Michael bekam seinen ersten Kruppanfall mit 6 Jahren ! (1.11.1999). Das ist ungewöhnlich denn lt. meiner Kinderärztin ist das "normale Kruppalter" im Kleinkindalter. Ohne Vorwarnung (Husten o.ä.) wurde Michael in der Nacht (gegen 11 Uhr) wach und musste Husten. Wir standen auf und gingen ins Bad. Bald merkte ich die Atemnot: beim Einatmen musste Michi mit ganzer Kraft Luft holen, sein Brustkorb zog es direkt nach innen. Unser Papa war in der Zwischenzeit auch aufgewacht und übernahm die Betreuung. Ich ging in die Küche und holte aus dem Kühlschrank das Rectodelt Zäpfchen und verabreichten es Michi. Im Nachhinein bin ich unserer Kinderärztin dankbar, dass sie mir Rectodelt (eigentlich für unseren Kleinen, 1 Jahr) zur Vorsicht schon mal mit nach Hause gegeben hatte. Als ich wieder zu Michi zurück kam, meinte unser Papa dass ich doch lieber den Notarzt verständigen sollte. Ich telefonierte den Notarzt. Der war sofort da. Nachdem er gefragt hatte wie lange es her sei, mit dem Rectodeltzäpfchen (dauert ca. 1/2 Stunde bis es wirkt) setzten wir Michi warm eingepackt vor den Kühlschrank. Es wurde bald besser mit dem Atmen. Trotzdem nahmen uns die Sanitäter mit in die Kinderklinik dort wurde Fieber gemessen (etwas erhöht) und es wurde mit Sicherheit ein Kruppanfall diagnostiziert. In der Kinderklinik durfte ich dann mit im Zimmer schlafen. Michi bekam ein Luftbefeuchter (bläst feuchten Nebel) ans Bett und wir schliefen dann ohne Zwischenfall bis zum nächsten Morgen. Am nächsten Tag wurden verschiedene Tests gemacht. Am 2. Tag nach der Kruppnacht durften wir wieder heim. Gemerkt habe ich mir eben, bei Atemschwierigkeiten Michi vor den offenen Kühlschrank zu setzen und ein Rectodelt-Zäpfchen (100) zu geben. Im folgenden Winter hatten wir Michi dann öfters mal am Kühlschrank, wenn der Husten nicht aufhörte und ein leises Atemgeräusch zu hören war. Zwei Jahre später, fast auf den Tag genau (31.10.2001) hatten wir fast eine ähnliche Situation: Kruppartiger (rauer, bellender Husten) und ca. um 22 Uhr dann ziehende Atemgeräusche als Michi aus dem Schlaf erwachte: am offenen Kühlschrank sitzen und ein Rectodelt-Zäpfchen (100) waren gleich zur Stelle. (Das Zäpfchen muss ja liegend verabreicht werden, was nicht so einfach ist, bei einem Kind mit Atemnot (Rücken liegen sehr unangenehm). Als er dann wieder vor dem Kühlschrank angelangt war, musste er erbrechen. Das war für mich ein Hinweis auf ein homöopathisches Mittel: Ipecachuana. Ich gab dieses gleich. Michi war dann noch ca. 45 Min. auf bis er sich ins Bett legen wollte, die Atemnot sich gebessert hatte. Im Lauf der nächsten Tage gab ich weiterhin Ipecachuana und innerhalb einer Woche war der Husten vorbei. Nächtliche Atemnot gab es auch nicht mehr. Kathi mit Michael
Christoph auf dem BalkonDer erste Anfall von Chris war wirklich schlimm. Wir waren selbst so aufgeregt (an PK dachte ich überhaupt nicht). Das hat sich alles auf das Kind übertragen. Nachdem es nach 20 Minuten nicht besser wurde, sind wir nachts um 2.00 Uhr in die Klinik gefahren. Während der Autofahrt kam es zu einem kurzeitigen Atemstillstand. Ich habe gedacht, der Kleine verlässt uns. Das Inhalieren funktionierte in der Klinik nicht - zu große Panik. Er bekam ein Rectodelt-Zäpfchen und wir fuhren wieder nach Hause. Jetzt haben wir ein Ritual, mit dem wir die Anfälle "abwettern". Ich habe einer sehr leichten Schlaf. Schon beim ersten Röchler springe ich aus dem Bett, zieh mir was über (wichtig!, da ich mich bisher jedes mal erkältet habe) und angle den Kleinen aus dem Bett. In Decken eingepackt geht es auf den Balkon und es gibt erst mal die Notfall-Globuli je nach Atemgeräusch entweder aconitum D6 oder arsenicum album D6. Auf dem Balkon ist es auch so interessant, dass der Kleine gut abgelenkt wird, besonders wenn der Mond scheint. Wenn nach 10 Minuten keine deutliche Besserung eintritt, gebe ich Rectodelt. Wenn die Atmung richtig stabil ist oder bei Bedarf auch vorher, gibt es kaltes Wasser zu trinken. Dann kommt Chris zu uns ins Bett und wir schlafen alle zusammen. So kann auch die Angst auf allen Seiten ganz gut begrenzt werden. ich weiß leider nicht mehr, von wem dieser Bericht ist *sorry*
Janniks RitualWenn unser Sohn einen Krupp Anfall hat, dann tröste und beruhige ich ihn erst kurz. Anschließend bekommt er ein Rectodelt Zäpfchen, was immer ein bisschen schwierig ist, weil es praktisch unmöglich ist, ein Kind mit Atemnot auf den Rücken zu legen. Deshalb legt Jannik sich seitlich auf ein dickes Kissen, zieht die Knie an, dann klappt das ganz gut. Dann kuscheln wir uns im Schlafzimmer unter die Decken, reißen das Fenster weit auf und schauen einen Bildband über Eisenbahnen an - was bin ich froh, wenn mein Mann da ist, ich finde Eisenbahnen nicht wirklich spannend. Wir bieten unserem Sohn dann eine Inhalation mit Emser Sole an, die er meist auch dankbar annimmt. Außerdem halte ich ihm ständig einen Becher mit Apfelsaftschorle hin. Nach etwa 1/2 Stunde verbessert sich seine Atmung meistens ganz erheblich und nach etwa 1 Stunde kann er dann meist wieder schlafen. Wenn die Atemnot nach 30 Minuten nicht deutlich besser geworden ist fahren wir in die Kinderklinik, wo er mit Adrenalin inhaliert. Oftmals hat aber schon die Autofahrt mit offenen Fenstern die Atemnot stark gebessert, sodass ich mir in der Klinik manchmal ein bisschen blöd vorkomme, weil er dann wieder ganz gut atmet - aber die Schwestern und Ärzte kennen das anscheinend schon, ich musste mir dort niemals blöde Kommentare anhören. Tina
Krupp vor 20 Jahren"Vater lauf schnell rüber zu Rümmlers, die soll`n ihr Auto rausholen, der Junge wird ganz blau, schnell!!! Und reiß die Fenster auf, der Junge braucht Luft.... Ich nehm` ihn auf den Arm und renne schon zu Fuß los ... hol mich dann ein." Meine ersten zwei Lebensjahre lang waren dies alle 14 Tage die Worte meiner Mutter, wenn sie mitten in der Nacht meinen Vater weckte, weil ich an einem Krupp-Husten-Anfall zu ersticken drohte. Was sie damals noch nicht wussten war, dass zwischen den beiden Weltkriegen 7 Geschwister meiner Oma an eben diesen Krupp-Husten jämmerlich erstickt und gestorben sind. Mit mir hatten sie noch rechtzeitig zum Krankenhaus geschafft. Medikamente bekamen wir nicht nach Haus, um die Anfälle zu lindern oder abzufangen, das gab es erst später. Oft lief meine Mutter den Weg zu Fuß im Morgenmantel über die Gehwegpflaster bis zum Krankenhaus. Es sei denn mein Vater mit dem Nachbarn und dessen Auto holten sie ein. Wir wohnten in einer von Industrie geschwärzten Stadt in Ostdeutschland. Telefon gab es nur bei ganz wenigen, Autos wahren rar, man wartete Jahre auf eins. Einen Krankenwagen rufen dauerte unter Umständen zu lange. Nach ein paar Minuten Krupphusten fing ich schon an blau zu werden und bellte und jappste nur noch nach Luft. Zum Anfang dachten meine Eltern es wäre ein ganz normaler Infekt, als es fast zu spät war, fanden sie einen Arzt, der mir die erste von vielen krampflösenden Spritzen gab, die ich dann all monatlich bekommen sollte. Oft in letzter Minute. Später hatten meine Eltern dann Routine. Wir hatten ein eigenes kleines Auto und sie kannten jeden Handgriff, der zu tun war, jede Straßenecke, das Klinikpersonal, ja alles was auf und am Weg zur Klinik lag kannten sie wortwörtlich im Schlaf. Als ich zwei Jahre alt wurde, hatte ich es dann geschafft. Ich brachte die ersten drei Monate ohne einen Anfall hinter mich, und habe nun 23 Jahre ohne Krupp gelebt. Erst heute, ich habe inzwischen selber Kinder, erzählten mir meine Eltern davon, aus Sorge das meine Kinder es wieder bekommen könnten, denn in unserer Familie sei es fast wie ein Erbfluch. Und etwas ist auch geblieben. Zum einen haben sich durch die Krämpfe bei mir damals die Brust-Knochen verformt. Babys haben eben noch sehr weiche Knochen und der dauernde Kraftaufwand und die Anspannung der Krämpfe haben mein Brustbein gekrümmt. Das sieht nicht halb so schlimm aus wie es klingt und erinnert sehr stark an eine Trichterbrust. Das andere bekam ich erst heraus, als ich vor kurzem zufällig auf andere Krupp-Huster traf. Wir unterhielten uns über unsere Kindheit und es stellte sich heraus, dass wir beide als 6-12 Jährige unter den selben Alpträumen litten. Wir träumten das wir völlig hilflos allein in einem Raum eingeschlossen waren in dem die Wände langsam auf uns zukamen. Nur das es nie zu Ende war. Es wurde unendlich eng, manchmal rannten wir im Traum dabei noch vorn, um zu entkommen, aber meistens wachten wir schweißgebadet, zitternd und weinend auf. Ich ging dann immer zu meinen Eltern, die mich beruhigten. Interessanterweise gibt es eine Häufigkeit dieser Alpträume bei Asthmakranken. Bei Krupp-Kindern hat man dies noch nicht untersucht und recherchiert. Ich denke das es hier eine Parallele gibt. Wenn ich die Berichte anderer hier lese, staune ich, wie gut man heute helfen kann. Meine Eltern hingen damals dampfende feuchte Tücher in mein Zimmer, wenn sie ahnten, dass es wieder einen Anfall geben könnte. Die Fenster rissen sie auf, und ließen mich selbst im Winter, wenn ich hustete in die kalten Schneenächte atmen. Erst wenn nichts mehr zu machen war, rannten bzw. später fuhren sie los. Inzwischen sind 24 Enkelkinder geboren, von denen nur eines mit Pseudo-Krupp zu kämpfen hatte und dank der Medizin alles gut überstand. Schön, dass es inzwischen schnellere und bessere Hilfe gibt. Markus
|