Erfahrungen

Hier könnt ihr nachlesen, wie andere Eltern mit Krupp umgehen :

Wenn du mit deinen Krupperfahrungen anderen Eltern helfen möchtest, dann schick mir bitte eine Mail

Unsere eigene Geschichte habe ich im Mai 2002 zusammen geschrieben. Man darf nie vergessen, dass Janniks Fall außergewöhnlich ist. Bisher habe ich erst von einem weiteren Kind gehört, dass ähnliche Symptome zeigte und ich hoffe, dass sich die Eltern noch mal bei mir melden !

Janniks Geschichte

Selbstbetroffen

Mein Name ist Jessi und ich bin 19 Jahre alt. Als Kind litt ich unter Pseudokrupp.

 
Den ersten Anfall bekam ich als ich fast 2 war, den letzten mit fast 9. In der Zeit zwischen meinem 6 und 9 Lebensjahr traten die Anfälle allerdings nur sehr
selten und nur in Form von Husten auf. Der letzte Anfall war aber mehr als untypisch, da ich erstens, eigentlich schon zu alt war und er zweitens nicht in
der Nacht kam und es drittens Sommer war. Ich muss allerdings, bevor ich schildere wie man sich fühlt, noch dazu sagen, dass meine Anfälle schon immer sehr häufig kamen, egal ob Sommer oder Winter, meistens allerdings in der Nacht oder Morgens.

Dieses Mal war es aber anders:
Ich war 8 Jahre alt, es war Anfang September und ich hatte erst spät Schule (11.30h). Dem entsprechend spät stand ich auf. Mit tat nichts weh, aber ich merkte dass ich einen Frosch im Hals hatte, machte mir aber nicht weiter Gedanken und ging die Treppen runter um zu frühstücken. Ich sah das meine Mutter im Keller war und wollte "Guten morgen" rufen, was aber nicht mehr
ging, ich hatte keine Stimme mehr. Das wollte ich ihr mitteilen, ging also in den Keller und versuchte mich bemerkbar zu machen. Währenddessen hatte ich das Gefühl als ob mir langsam jemand den Hals zudrückt.


Meine Mutter dachte ich wollte mich vor der Schule drücken und schickte mich nach oben. Ich bekam aber langsam Panik und versuchte mich mitzuteilen, was mir nicht gelang. Ich begann zu weinen. Sie glaubte mir immer noch nicht und fuhr mich an, dass ich keine Show machen sollte, ich würde in die Schule gehen. Ich ging also, immer noch weinend, die Treppen hoch. Oben angekommen begann ich zu Husten, was fürchterlich im Hals weh tat. Erst als sie mich husten hörte begriff meine Mutter dass ich nicht simuliert hatte und kam die Kellertreppen hoch. Ich stand im Flur, mein Hals tat vom Husten weh und ich bekam keine Luft mehr.


Meine Mutter schnappte mich und drehte im Bad heißes Wasser auf (damals noch üblich). Da aber kein Fenster vorhanden war, durch das kalte Luft hätte kommen können, bekam ich nun endgültig keine Luft mehr. Ich riss dann die Badtür auf und als wir wieder im Flur standen bemerkte meine Mutter dass ich schon blaue Lippen hatte. Ich weiß noch dass sie den Telefonhörer in die Hand nahm, danach ist alles weg. Ich wurde ohnmächtig. Das erste was ich wieder weiß ist dass ich im Krankenhaus in eine "Kältekammer" musste und dort
langsam wieder richtig Luft bekam. Ich blieb dann 2 oder drei Tage dort und hatte am nächsten Tag noch einen Anfall, der aber nicht so schlimm war.


Das war mein letzter Anfall und ich muss sagen dass ich ihn heute noch spüre wenn ich daran denke, als wäre es gestern gewesen. Dieses Gefühl keine Luft mehr zu bekommen kann ich dann immer noch spüren. Dieses war, wie gesagt, mein letzter Anfall, allerdings muss ich gestehen dass ich bis heute jede
Krankheit bekomme wenn sie in Umlauf ist die irgendetwas mit den Atemwegen zu tun hat. Die Bronchitis den Winter über ist normal und hat mich
auch jetzt (November) wieder erwischt.

Jessi

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Krupp in den 80ern

Früher gab es leider noch nicht so viele Infos über Pseudokrupp, schon gar nicht in der DDR. Ich selbst war als Kind vom ersten bis neunten Lebensjahr (1981-1989) davon betroffen, meist pünktlich zu Weihnachten und einmal im Sommer. Meist bin ich bei einem Anfall, der immer nachts kam blau angelaufen und hatte schlimme Erstickungsanfälle. Viele Anfälle waren bei mir aber auch mit Fieber von 40 bis 42 Grad (das war der traurige "Rekord") und entsprechenden Fieberträumen begleitet. Meine Eltern saßen Tag und Nacht an meinem Bett und haben Wache geschoben. Bei Anfällen wurde ich im Winter aus dem Fenster gehangen und ich sollte Fenster (zur Weihnachtszeit die Schwibbbögen) zählen, um mich abzulenken, im Sommer wurde ich vor den offenen Kühlschrank gesetzt. Fast jedes Mal kam der Notarzt, ins Krankenhaus musste ich deswegen noch nie (glaube ich), obwohl die Anfälle nach heutigen Erkenntnissen einer Stufe 3 oder 4 entsprachen. Bei unzähligen Arztbesuchen bekam ich unzählige Spritzen, etc.

 Ich hatte auch eine super Kinderärztin, die sich mit Pseudokrupp sehr gut auskannte, da ihr Mann dies auch im hohen Alter noch hatte. Ich bin froh, dass ich das mit den damaligen Möglichkeiten halbwegs gut überstanden habe (habe sogar die Erfahrung gemacht, dass eine nachfolgende Kinderärztin wortwörtlich meinte: "Pseudokrupp, das gibt es in der DDR nicht" und mir Medikamente verschrieb, die meine Eltern nicht kannten. Gottseidank ließen sie diese durch unsere alte Kinderärztin überprüfen, sonst wäre ich heute nicht mehr am Leben) Die jahrelangen Cortison und Antibiotika Behandlungen haben leider bei mir erhebliche Spuren hinterlassen: Ich bin öfter krank und erkältet als ein "normaler" Mensch, Erkältungen fallen bei mir sofort extrem aus und ein kleiner Erkältungshusten lässt mein Umfeld richtig erschrecken über die Derbheit des Hustens (z.B. während ich seelig bei Erkältungen mit heute noch extrem bellendem Husten schlafe, halte ich die ganze Umgebung wach).

 Mein Immunsystem ist ziemlich schwach, so muss ich mehr auf meine Gesundheit achten. (hatte u.a. einen extrem aufgeblähten Blinddarm, der auf die Cortisonbehandlungen zurückzuführen war und vor knapp 2 Jahren in einer NotOP entfernt wurde, wobei festgestellt wurde, dass die Entzündung auf Dickdarm und Dünndarm übergegriffen ist; kurz danach kam eine Gürtelrose ...) Trotzdem bin ich froh, das alles heil überstanden zu haben.
 

Adi

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Spongia versus Rectodelt

Unser Sohn (3 Jahre und 3 Monate) hatte vor fünf Tagen seinen fünften Pseudo-Krupp-Anfall. Das erste mal kam er völlig ohne Vorwarnung (keine Erkaltung, kein bellender Husten, nichts!). Das hat mich sehr erschreckt! :o(((((
 

Die ersten drei Krupp-Anfalle habe ich alleine mit Spongia-Globuli "gemeistert" und war stolz auf mich! Darüber mache ich mir inzwischen starke Vorwurfe :o(( Der Ergeiz, Kinder mit Homöopathie zu behandeln, ist meiner Meinung nach
hier fehl am Platz. Es hat jedes Mal mindestens zwei Stunden gedauert, bis unser Sohn wieder normal geatmet hat
und nach dem dritten Anfall hat er sich vier Wochen lang geweigert abends ins Bett zu gehen, aus Angst vor einem neuen Anfall!


Die letzten beiden Anfalle (sie lagen fast genau ein Jahr auseinander) waren mit den Rectodelt-Zäpfchen nach ziemlich genau einer Stunde vollständig vorbei und am nächsten Morgen fast vergessen. Unser Ritual ist ähnlich wie das von Jannik: Erst kurz auf dem Arm beruhigen, dann das Zapfchen (das machen wir übrigen im Stehen, und das
klapp sehr gut!) Danach packen wir uns in meine Bettdecke und sehen uns von unserem Balkon die Autos an, die auf der Hauptstraße nachts um 1.00 Uhr Gott-Sei-Dank noch fahren (Unser Sohn ist ein Autonarr). Dann sitzen wir bei offener Balkontür auf dem Sofa unter der Decke und spielen mit (wie konnte es anders sein) Autos. Nach ca. 1,5 Stunden gehen wir alle (auch Papa) wieder ins Bett.


Danke, dass ich mir das hier mal von der Seele schreiben kann. In meinem Bekanntenkreis stoße ich sehr oft auf Unverständnis, wenn ich meinen Sohn Nachts nicht gerne bei Oma oder Opa lasse.

Insa

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Es wird weniger

Zuerst möchte ich mal sagen, das ich es super finde das es so eine Seite über Pseudokrupp gibt.

Denn dieser Krupp beschäftigt uns vor allem im Winter auch immer. Unsere Tochter hatte den ersten richtigen Anfall mit 3Jahren und angefangen hat es mit Heiserkeit und dann bellender husten, aber keine Atemnot. Am zweiten Abend kam dann auch die Atemnot dazu. Sie wurde blau und ich geriet recht in Panik, was sicher falsch war. Mit der Ambulanz sind wir dann im Kinderspital gelandet und mussten dann auch dort übernachten. Sie bekam Kortisonzäpfchen und es wurde ein Inhalationsgerät neben das Bett gestellt. In dieser Nacht hatte sie noch drei weitere Anfälle und ich bin wirklich fast gestorben vor Angst. War aber sehr froh das ich auch mit im Spital schlafen durfte. Am nächsten Tag durfte sie dann wieder nach hause und es ging ihr besser. Ich hatte aber lange zeit Mühe richtig zu schlafen, da ich immer noch vor Augen hatte wie schlimm es für mich war meine Tochter Leonie so zu sehen.

Dann ging es nach etwa drei Wochen wieder los. Ich merkte aber schon am Nachmittag, wie sie heiser war und ein trockener Husten sich dazugesellte. Ich rief gleich bei unserem Arzt an der gleichzeitig auch Homöopath ist. Wir erhielten einen Termin und bekamen von ihm Spongia C30. In der Nacht hatte sie zwar einen Anfall, aber nie mehr so schlimm wie das erste Mal. Wir gingen dann ins Bad und haben mit der Brause heißes Wasser laufen lassen bis es nur noch gedampft hat. Zusätzlich nochmals Spongia C30 drei Kügelchen und nach zehn Minuten war der Spuk vorbei. Im letzten Winter hatte Leonie alle zwei bis drei Wochen einen Anfall, aber dank Spongia C30 nie mehr so heftig wie das erste Mal.

Jetzt ist Leonie vier Jahre alt und diesen Winter hat sie erst zwei mal gekruppt. Aber nicht mehr so richtige Anfälle, mehr belliger Husten ohne Atemnot. Wenn ich aber merke, das sie heiser ist, dann gebe ich ihr grad das Spongia und es kommt nicht zu einem richtigen Anfall.

mittlerweile macht mir der Pseudokrupp nicht mehr so Angst wie am Anfang, doch ruhig schlafen kann ich dann trotzdem nicht so gut . ich empfinde es immer wieder als eine strenge Zeit und freue mich schon darauf, wenn nie mehr ein Kruppanfall kommt.

Alexandra

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Wunderkerzen

Unser Sohn Manuel ist inzwischen 3 1/4 Jahre alt. Er hatte seinen ersten Krupp mit gut einem Jahr

Da ich von einer guten Freundin schon ziemlich viel mitbekommen habe, da ihre Kinder auch Krupp Kinder sind, war ich wenigstens nicht ganz so unvorbereitet.

Gestern Nacht hatten wir wieder Premiere.

Ohne Vorwarnung ( Erkältung oder so ) fing er gegen 23.00 Uhr an zu Husten.

Und dann ging alles sehr schnell. Schwierig war es auch ihm ein Zäpfchen zu geben, da er Zäpfchen sowieso hasst und außerdem hatte er gestern leichten Durchfall, sodass ich Stoßgebete hochgeschickt habe, das er keinen Stuhlgang hat, so lange das Zäpfchen wirken muss.

Wir sind dann dick eingepackt auf den Balkon gegangen und das hat ihm schon große Erleichterung gebracht.

Da er zur Zeit total auf diese Wunderkerzen steht, die man zu Weihnachten oder Silvester anzündet, haben wir dieses auf dem Balkon gemacht, das hat ihn wunderbar abgelenkt. Ich habe ihm erzählt, das vom Himmel das Christkind herunterschaut sowie seine beiden Opas die schon im Himmel "wohnen" und die passen alle gut auf ihn auf und machen, das alles wieder gut wird.

Ich glaube, Ruhe bewahren ist nach den Zäpfchen das beste Rezept.

Das mit den Wunderkerzen könnt ihr mal ausprobieren, gibt es zur Zeit überall und paßt wunderbar in diese Krupp - Jahreszeit

Ingrid

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Der erste Kruppanfall II

Ich heiße Alexandra und habe eine kleine Tochter (3Jahre, 7 Monate).

Vor zwei Nächten (also ganz frisch) hatte die Kleine wahrscheinlich ihren ersten, nächtlichen Krupp-Anfall. Diese Nacht werde ich wohl nie vergessen! Ich dachte einige Minuten (oder waren es nur Sekunden ?) lang, unsere Tochter würde in meinen Armen ersticken. Erstaunlicherweise bin ich nicht sofort in Panik ausgebrochen (das geschieht jetzt erst so langsam!) und habe wohl instinktiv das Richtige getan: Raus aus dem Bett, beruhigen und vor allen selbst Ruhe bewahren und doch dauerte es nach meinem Gefühl extrem lange bis Celina wieder Luft holen konnte und Tränen überströmt mir sagte, dass sie durch die Nase keine Luft bekomme. Also habe ich sie geschnappt, die Treppe runter in die Küche und Gott sei Dank fand ich das Nasenspray beim ersten Griff. Danach schien es besser zu werden, aber die "rasselnde" Atemgeräusche werden mich wohl noch einige Zeit begleiten.

 Kurz gesagt: jetzt beginnt für mich die Suche nach Antworten auf Fragen, die ich selbst noch nicht alle kenne. Ich weiß nur, die gesamte Familie, mein Mann und ich, Omas und Opas etc. sind zur Zeit ziemlich verunsichert wie es weitergehen soll. Natürlich waren wir am nächsten Morgen bei der Kinderärztin, die den Verdacht eines anderen Arztes auf Krupp bestätigte und sofort diese "Notfallzäpfchen" verordnete (InfectoCortiKrupp). Dies hat mich auf der einen Seite etwas beruhigt, da ich jetzt wohl auf die nächste Nacht "vorbereitet" wäre, aber auf der anderen Seite hat es mich total verunsichert und beklemmt.

Unser erstes Motto lautete: Keine Panik! Informationen suchen und sammeln. Aber das ist leichter gesagt als getan. Denn die darauf folgende Nacht (von gestern auf heute) wurde zwar nicht ganz so schlimm, aber es hat uns auch so schon gereicht: gegen 22.00 Uhr meldete sich Celina und da war es wieder: das Rasseln (nicht so extrem) und die "rauchige" Stimme. Der Krupp-Anfall kam nicht - jedenfalls nach unseren Vorstellungen-, dafür aber das Fieber.


Ich weiß das ist jetzt ganz schön viel auf einmal, aber als ich diese Seite vor knapp einer Stunde gefunden hatte, war ich so erleichtert und hatte das Bedürfnis zu schreiben. Ich hoffe das ist in Ordnung und nun geht es mir auch schon ein wenig besser.

Alex

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Der erste Kruppanfall I

Es war ein schöner, warmer Maitag. Er war schon den ganzen Tag sehr unruhig, aber ansonsten war alles in Ordnung. Wir saßen bei schönem Wetter draußen im Hof, der Kleine schlief bei meiner Nachbarin auf dem Arm, als sie mich plötzlich verunsichert fragt, ob er noch atmet.

Ich schaue nach, kann es selber nicht erkennen und nehme ihn hoch. Sein Atmen ist schwach, kaum hörbar. Ab und zu ein lauteres Geräusch beim Einatmen. Es ist 19.30 und unsere Hausärztin zum Glück noch in der Praxis. Ich mache mich sofort auf den Weg. In der Praxis bekommt er sofort „Rectodelt“ gegen (Pseudo-)Krupp. Er hatte also einen starken Kruppanfall. Kurze Zeit darauf beantrage ich eine Mutter-Kind-Kur. Wir fahren vom 30.06-21.07.2000 nach Bad Wildungen. Die Zeit dort war schön, hat uns aber nicht geholfen. Seitdem Kruppanfall Anfang Mai leidet Niklas Mirò an starken Husten. In der Kur bekommt er noch zwei leichtere Anfälle. Während der ganzen Zeit bekommen die Kinder Hustensaft, Niklas Mirò inhaliert mit „Mucosolvaninhalat“- in der Packungsbeilage steht ab sechs Jahren, mein Sohn ist zu diesem Zeitpunkt vier Monate alt. Die Zeit geht ins Land, der Husten leider nicht, er ist sein ständiger Begleiter.

Durch den ersten, recht ungewöhnlich Verlauf des Pseudokrupps - kein Husten, kein Röcheln- habe ich natürlich wahnsinnige Angst, einen Kruppanfall bei ihm nicht rechtzeitig zu erkennen. Die ersten zwei Jahre schläft der Kleine mit im Schlafzimmer- direkt neben unserem Ehebett- so das ich nachts nur in sein Bettchen greifen muss, um zu fühlen, ob und wie er atmet.

Daniela

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Homöopathisches II

Meine beiden Jungs haben auch Pseudokrupp. Der Große ist jetzt 4 und hatte ca. 20 Anfälle, den 1. mit ca. 18 Monaten. Den letzten vor 2 Wochen nach 18 Monaten Pause. (Der Kleine hatte erst einen mit ca. 13 Monaten.)
Ich hatte schon von einer Minigruppenmutter davon gehört und wusste glücklicherweise, was es ist.
Im Notdienst haben wir dann das "unvermeidliche" Cortisonzäpfchen bekommen.
Bei unserer KÄ (Anthroposophin) haben wir dann ein "Paket" für weitere Anfälle bekommen:
1. homöop. Kügelchen Aconitum D 200 gegen den Schock 
2. Bryonia/Spongia Tropfen von Weleda (verschreibungspflichtig), lässt den Kehlkopf und die Schleimhäute abschwellen
3. Pyrit D 6 Pulver von Weleda. Dies gebe ich prophylaktisch, sobald Thorben auch nur ein Zeichen einer Erkältung bekommt (Vorbote des Anfalls) also prophylaktisch (lt. Anweisung der KÄ, einer Anthroposophin). Entweder kommt dann gar kein Anfall, oder nur ein schwacher.
4. wenn`s gar nicht mehr geht das Cortisonzäpfchen.
Außerdem ist es sehr wichtig, das Kind zu beruhigen. Man kann es auch warm einpacken und dann im Badezimmer bei offenem Fenster die heiße Dusche anmachen, damit sich die Luftfeuchtigkeit erhöht (erleichtert das Atmen). Die Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer sollte auch erhöht sein (feuchte Handtücher), das erleichtert das Atmen. Wir haben auch einen Raumluftbefeuchter, der die LF auf ca. 70 % bringt. Wir haben es gut mit den homöopathischen Mitteln geschafft. Ich musste nur 2 x Zäpfchen geben. Das hatte ich nach ca. 3 Anfällen herausgefunden, wann es schlimm ist, und wann es noch geht.
 
Petra

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Kühlschrank

Mein Ältester bekam seinen ersten Krupp-Anfall mit 3 3/4 Jahren. Insgesamt hatte er 4 Anfälle, den letzten mit 5 1/2 Jahren. Ich habe immer beruhigend auf ihn eingesprochen, ihn in eine Decke gehüllt und mich mit ihm vor den offenen Kühlschrank gesetzt. Er hat die kalte Luft eingeatmet und mir gleichzeitig erzählt, was alles in unserem Kühlschrank drin ist. Es hat nie lange gedauert bis ich ihn wieder in sein Bett legen konnte. Mein Jüngster leidet häufig unter spastischer Bronchitis und hatte bisher einen Krupp-Anfall und zwar im Alter von 2 1/2 Jahren. Der Kühlschrank hat ihn damals nicht interessiert und auch meine beruhigenden Worte nicht. Wir haben dann am geöffneten Fenster gesessen, aber auch das brachte so schnell keine Linderung, im Gegenteil: die Panik wuchs in ihm. Ich gab ihm dann ein Cortison-Zäpfchen, das ich eh zu Hause hatte wegen der spast. Bronchitis (nur für den höchsten Notfall).

Grübchen

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Handpuppen

Als unser Sohn 2 1/2 Jahre alt war, begannen die ersten Abfälle. Besonders bei ungünstiger Wetterlage (Smog) traten sie auf. Beim ersten Mal versuchten wir es mit frischer Luft und gingen mit ihm spazieren, beim 2. Mal gaben wir dem Kleinen in unserer Not Kortisonzäpfchen, damit die bellenden Hustenanfälle aufhörten, aber wir hatten ein schlechtes Gewissen dabei.

Es gab aber einen besseren Weg:


mein Mann hatte beobachtet, dass das Kind sich in seiner Erstickungsangst immer weiter selbst hineinsteigerte. Also nahm er ein paar Handpuppen und legte sich mit in das Bett des Jungen. Papa erzähle
nun lustige Geschichten mit den Handpuppen und siehe da: Nach einer Stunde schlief das Kind friedlich und der Anfall war weg! Auch bei den nächsten Anfällen verfuhr mein Mann nach diesem Rezept und es funktionierte wunderbar.
Als unser Sohn in die Vorschule kam, war es vorbei mit den Anfällen und wir waren sehr, sehr erleichtert - nun konnten wir endlich wieder die Nacht in Ruhe durchschlafen.
 

Michaela

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Vor 25 Jahren

Unser Sohn war ein Jahr und drei Monate alt als er seinen ersten Krupp-Anfall hatte. Vorher hatte ich noch nie davon gehört. Es begann mit einer Erkältung. Er hustete stark und war heiser und fieberte - natürlich kurz vorm Wochenende. Ich rief beim Kinderarzt an und schilderte die Symptome. Ich sollte ihm Hustensaft aus der Apotheke holen, was ich auch tat, Fieberzäpfchen hatte ich noch. In der übernächsten Nacht (zum Montag) schlief er recht unruhig und atmete schwer. Er hatte Atemgeräusche, die mir seltsam vorkamen. Er hatte Probleme beim Einatmen. Das war zum Morgen um 6 Uhr so schlimm, dass ich in der Uniklinik (auf der Kinderstation) anrief und um einen Krankenwagen bat. Ich bekam die Antwort, das sei nicht möglich, ich müsse eine Einweisung vom Kinderarzt haben. Die Schwester weigerte sich, für mich ein Taxi zu rufen. Ich hatte kein Kleingeld mehr. Nun muss man dazu sagen, die Sache spielte sich vor 25 Jahren in Frankfurt ab, wir hatte kein Auto und kein Telefon, mein Mann musste in der Nacht arbeiten. Um 8 Uhr war ich mit dem Kleinen beim Kinderarzt - keine 10 Minuten später waren wir mit Blaulicht und Martinshorn auf dem Weg zur Uniklinik. Dort wurde ich dann gefragt, warum wir denn nicht schon eher gekommen seinen .......? Unser Sohn bekam eine Spritze, Sauerstoff und ihm wurde Blut abgenommen. An Nachmittag besuchten wir ihn, er lag dick eingewickelt in einem Bettchen auf einem Balkon in der kalten Januar-Luft. Es ging ihm schon erheblich besser. Am nächsten Tag durfte er wieder nach Hause. Wir bekamen Rectodelt-Zäpfchen für den Notfall und den Tipp, ihn im Falle eines Anfalls vor das geöffnete Gefrierfach zu setzen, zur Erleichterung der Atmung.
Unser Sohn hatte 3 Monate später noch einen Anfall, aber erheblich leichter und mit Zäpfchen und Gefrierfach hat er alles gut überstanden. Später hat er nie wieder etwas mit Krupp zu tun gehabt, allerdings war er bis zum Schuleintritt recht anfällig für Atemwegserkrankungen. Etwas Gutes hat diese Sache jedoch gehabt, er sollte an dem Montag ins Krankenhaus zur Phimose- und Hautnabel-Op kommen. Durch die Krankheit verpassten wir den Termin und wollten ihm auch nicht so schnell wieder einen Krankenhausaufenthalt zumuten - kurz und gut, auf beide Operationen konnte im Laufe der Zeit verzichtet werden.

Ute

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Trotz Stillen

Weil Arne doch noch voll gestillt wird, dachte ich, er kann ja gar keine „schlimme“ „Erkältung oder Grippe“ bekommen.

Als ich eine starke Magen und Darm Grippe hatte, empfiehl mein Frauenarzt mir ab zu stillen, weil meine Milch bereits von allein sehr viel weniger wurde. Aber das wollte ich nicht und somit habe ich mehrere Tage mit einer elektrischen Milchpumpe versucht wieder mehr Milch zu bekommen. Zum Glück habe ich geschafft, dass ich wieder voll stillen kann.

Arne hatte erst nur 3 Tage Schnupfen, dann ging es ihm wieder richtig gut. Wir sind sogar zur Krabbelgruppe gefahren, was ich sonst bestimmt nicht getan hätte. Genau an diesem Tag ist Arne 4 Monate alt geworden. Auf der Rückfahrt am Abend erzählte er sogar ununterbrochen in seiner Sicherheitsschale, und ich war mir sicher, dass er wieder voll fit war. Zuhause wurde er heiser und hustete hin und wieder. Aber er spielte so schön und lachte dabei, dass ich mir keine weiteren Gedanken machte.

Um 19.00 Uhr bekamen wir Besuch und weil unser Kleiner noch richtig munter war, saß er bei mir auf dem Schoß. Vielleicht habe ich unbewusst doch etwas geahnt!? Ganz unerwartet hörte er auf zu atmen. Für mich war dieser Augenblick unheimlich lang... Erst danach fing er an zu „röcheln“. Ich rief den Notarzt. Auf alle Fälle wollte ich schnell mit ihm zu einem Arzt und welcher Kinderarzt gerade Notdienst hatte, wusste ich nicht. Als die Sanitäter kamen, war Arne ungewöhnlich ruhig. Vielleicht war er auch verblüfft, als drei fremde Leute in sein Kinderzimmer stürzten. Wir wurden ins Krankenhaus gefahren. Dort ging alles so schnell, dass ich dem Ganzen einfach nicht mehr folgen konnte. Er bekam Cortison und noch Zäpfchen zur Beruhigung. Erst im Krankenhaus wurde mir bewusst, dass die Situation doch so bedrohlich war. Im nachhinein bin ich froh darüber, denn Panik hätte für unseren Sohn ja alles nur verschlimmert.

Fieber hatte er die ganze Zeit nicht. Wir sind jetzt 3 Tage wieder zu Hause. Etwas Schnupfen hat er noch. Aber letzte Nacht hat er auch nicht mehr gehustet. Er schläft viel und es geht ihm immer besser.

Leider hat ihn stillen nicht vor dem Krupp bewahrt.

Ellen

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Homöopathisches

Ich hatte selbst als Kleinkind den Krupp und weiß also, wie man sich fühlt und was man durchmacht.

Meine Kinder hatten alle 4 ! als Kleine bis zum ca. 5ten Lebensjahr jährlich mind. 1 Anfall. Im Moment macht unser Kleinster(3) ihn durch. Da ich mich etwas für Homöopathie interessiere las ich mal ein Buch von einem speziellen Kinderarzt. Darin stand auch folgendes "Rezept" zum Vorbeugen: (Hab es schon selbst ausprobiert und es wirkt!!! Hab allerdings heuer zu bald damit aufgehört!) 

Ca. ab Ende August/Anfang September beginnen mit täglicher Gabe von: 

Morgens 5 Globuli von Spongia D12
Mittags 5 Globuli von Rumex D12
Abends 5 Globuli von Acconitum D12


Das ganze bis in den Winter hinein durch geben. Sollte es trotzdem zu einem Anfall kommen, ist er deutlich schwächer als normal! Das ist meine Erfahrung dazu. Vielleicht hilft sie ja manch anderem auch. Und teuer sind die Globuli`s auch nicht, und sie helfen auch bei anderen Sachen sehr gut. Dazu allerdings bitte den Arzt/Apotheker befragen bzw. im Buch: HOMÖOPATHIE von Werner Stumpf nachlesen. Grüße von Birgit

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Wenn Krupp länger dauert

Mein Sohn hat mit 3 1/2 Jahren seinen ersten Krupp Anfall bekommen. Voran ging eine Erkältung. Er lag eine knappe Woche im Krankenhaus. Immer wieder zum Inhalieren. Man erklärte mir auch, dass er meist bei feuchter nebliger) Luft ausbrechen kann. Danach hatten wir 3 Jahre Ruhe, bis zum nächsten Anfall. Die Ärzte wollten uns beruhigen und meinten, ab dem 6 Lebensjahr wäre alles überstanden. Es gibt ganz seltene Fälle, indem das Kind sein Leben lang damit zu tun hat. Zu seinem 10 Geburtstag (Herbst) fuhren wir allesamt (wie immer) an die Nordsee. Er fing Mittags ganz normal an zu husten. Dann wurde er immer trockener. Also der Anfall war schon auf dem Weg. Tatsache: Abends riefen wir den Arzt, er wurde gleich ins nächste Krankenhaus eingeliefert. Unser Urlaub fand nun im Krankenhaus statt. Nun hieß der Krupp nicht mehr Krupp sondern er heißt nun Kehlkopfentzündung. Aber er kann sehr gut damit leben. Er ist mittlerweile 14 Jahre und wenn die Herbstzeit beginnt hat er sein Spray immer bei sich.

Es grüßt Euch Simone aus Berlin

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Krupp mit 6 Jahren

Unser Michael bekam seinen ersten Kruppanfall mit 6 Jahren ! (1.11.1999). Das ist ungewöhnlich denn lt. meiner Kinderärztin ist das "normale Kruppalter" im Kleinkindalter. 

Ohne Vorwarnung (Husten o.ä.) wurde Michael in der Nacht (gegen 11 Uhr) wach und musste Husten. Wir standen auf und gingen ins Bad. Bald merkte ich die Atemnot: beim Einatmen musste Michi mit ganzer Kraft Luft holen, sein Brustkorb zog es direkt nach innen. Unser Papa war in der Zwischenzeit auch aufgewacht und übernahm die Betreuung. Ich ging in die Küche und holte aus dem Kühlschrank das Rectodelt Zäpfchen und verabreichten es Michi. Im Nachhinein bin ich unserer Kinderärztin dankbar, dass sie mir Rectodelt (eigentlich für unseren Kleinen, 1 Jahr) zur Vorsicht schon mal mit nach Hause gegeben hatte. Als ich wieder zu Michi zurück kam, meinte unser Papa dass ich doch lieber den Notarzt verständigen sollte. Ich telefonierte den Notarzt. Der war sofort da. Nachdem er gefragt hatte wie lange es her sei, mit dem Rectodeltzäpfchen (dauert ca. 1/2 Stunde bis es wirkt) setzten wir Michi warm eingepackt vor den Kühlschrank. Es wurde bald besser mit dem Atmen. Trotzdem nahmen uns die Sanitäter mit in die Kinderklinik dort wurde Fieber gemessen (etwas erhöht) und es wurde mit Sicherheit ein Kruppanfall diagnostiziert. In der Kinderklinik durfte ich dann mit im Zimmer schlafen. Michi bekam ein Luftbefeuchter (bläst feuchten Nebel) ans Bett und wir schliefen dann ohne Zwischenfall bis zum nächsten Morgen. Am nächsten Tag wurden verschiedene Tests gemacht. Am 2. Tag nach der Kruppnacht durften wir wieder heim. Gemerkt habe ich mir eben, bei Atemschwierigkeiten Michi vor den offenen Kühlschrank zu setzen und ein Rectodelt-Zäpfchen (100) zu geben. 

Im folgenden Winter hatten wir Michi dann öfters mal am Kühlschrank, wenn der Husten nicht aufhörte und ein leises Atemgeräusch zu hören war. 

Zwei Jahre später, fast auf den Tag genau (31.10.2001) hatten wir fast eine ähnliche Situation: Kruppartiger (rauer, bellender Husten) und ca. um 22 Uhr dann ziehende Atemgeräusche als Michi aus dem Schlaf erwachte:  am offenen Kühlschrank sitzen und ein Rectodelt-Zäpfchen (100) waren gleich zur Stelle. (Das Zäpfchen muss ja liegend verabreicht werden, was nicht so einfach ist, bei einem Kind mit Atemnot (Rücken liegen sehr unangenehm). Als er dann wieder vor dem Kühlschrank angelangt war, musste er erbrechen. Das war für mich ein Hinweis auf ein homöopathisches Mittel: Ipecachuana. Ich gab dieses gleich. Michi war dann noch ca. 45 Min. auf bis er sich ins Bett legen wollte, die Atemnot sich gebessert hatte. Im Lauf der nächsten Tage gab ich weiterhin Ipecachuana und innerhalb einer Woche war der Husten vorbei. Nächtliche Atemnot gab es auch nicht mehr.

Kathi mit Michael

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Christoph auf dem Balkon

Der erste Anfall von Chris war wirklich schlimm. Wir waren selbst so aufgeregt (an PK dachte ich überhaupt nicht). Das hat sich alles auf das Kind übertragen. Nachdem es nach 20 Minuten nicht besser wurde, sind wir nachts um 2.00 Uhr in die Klinik gefahren. Während der Autofahrt kam es zu einem kurzeitigen Atemstillstand. Ich habe gedacht, der Kleine verlässt uns. Das Inhalieren funktionierte in der Klinik nicht - zu große Panik. Er bekam ein Rectodelt-Zäpfchen und wir fuhren wieder nach Hause. Jetzt haben wir ein Ritual, mit dem wir die Anfälle "abwettern". Ich habe einer sehr leichten Schlaf. Schon beim ersten Röchler springe ich aus dem Bett, zieh mir was über (wichtig!, da ich mich bisher jedes mal erkältet habe) und angle den Kleinen aus dem Bett. In Decken eingepackt geht es auf den Balkon und es gibt erst mal die Notfall-Globuli je nach Atemgeräusch entweder aconitum D6 oder arsenicum album D6. Auf dem Balkon ist es auch so interessant, dass der Kleine gut abgelenkt wird, besonders wenn der Mond scheint. Wenn nach 10 Minuten keine deutliche Besserung eintritt, gebe ich Rectodelt. Wenn die Atmung richtig stabil ist oder bei Bedarf auch vorher, gibt es kaltes Wasser zu trinken. Dann kommt Chris zu uns ins Bett und wir schlafen alle zusammen. So kann auch die Angst auf allen Seiten ganz gut begrenzt werden.

ich weiß leider nicht mehr, von wem dieser Bericht ist *sorry*

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Janniks Ritual

Wenn unser Sohn einen Krupp Anfall hat, dann tröste und beruhige ich ihn erst kurz. Anschließend bekommt er ein Rectodelt Zäpfchen, was immer ein bisschen schwierig ist, weil es praktisch unmöglich ist, ein Kind mit Atemnot auf den Rücken zu legen. Deshalb legt Jannik sich seitlich auf ein dickes Kissen, zieht die Knie an, dann klappt das ganz gut.

Dann kuscheln wir uns im Schlafzimmer unter die Decken, reißen das Fenster weit auf und schauen einen Bildband über Eisenbahnen an - was bin ich froh, wenn mein Mann da ist, ich finde Eisenbahnen nicht wirklich spannend.

Wir bieten unserem Sohn dann eine Inhalation mit Emser Sole an, die er meist auch dankbar annimmt. Außerdem halte ich ihm ständig einen Becher mit Apfelsaftschorle hin.

Nach etwa 1/2 Stunde verbessert sich seine Atmung meistens ganz erheblich und nach etwa 1 Stunde kann er dann meist wieder schlafen. Wenn die Atemnot nach 30 Minuten nicht deutlich besser geworden ist fahren wir in die Kinderklinik, wo er mit Adrenalin inhaliert. Oftmals hat aber schon die Autofahrt mit offenen Fenstern die Atemnot stark gebessert, sodass ich mir in der Klinik manchmal ein bisschen blöd vorkomme, weil er dann wieder ganz gut atmet - aber die Schwestern und Ärzte kennen das anscheinend schon, ich musste mir dort niemals blöde Kommentare anhören.

Tina

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Krupp vor 20 Jahren

"Vater lauf schnell rüber zu Rümmlers, die soll`n ihr Auto rausholen, der Junge wird ganz blau, schnell!!! Und reiß die Fenster auf, der Junge braucht Luft.... Ich nehm` ihn auf den Arm und renne schon zu Fuß los ... hol mich dann ein."

Meine ersten zwei Lebensjahre lang waren dies alle 14 Tage die Worte meiner Mutter, wenn sie mitten in der Nacht meinen Vater weckte, weil ich an einem Krupp-Husten-Anfall zu ersticken drohte. Was sie damals noch nicht wussten war, dass zwischen den beiden Weltkriegen 7 Geschwister meiner Oma an eben diesen Krupp-Husten jämmerlich erstickt und gestorben sind.

Mit mir hatten sie noch rechtzeitig zum Krankenhaus geschafft. Medikamente bekamen wir nicht nach Haus, um die Anfälle zu lindern oder abzufangen, das gab es erst später. Oft lief meine Mutter den Weg zu Fuß im Morgenmantel über die Gehwegpflaster bis zum Krankenhaus. Es sei denn mein Vater mit dem Nachbarn und dessen Auto holten sie ein.

Wir wohnten in einer von Industrie geschwärzten Stadt in Ostdeutschland. Telefon gab es nur bei ganz wenigen, Autos wahren rar, man wartete Jahre auf eins. Einen Krankenwagen rufen dauerte unter Umständen zu lange. Nach ein paar Minuten Krupphusten fing ich schon an blau zu werden und bellte und jappste nur noch nach Luft. Zum Anfang dachten meine Eltern es wäre ein ganz normaler Infekt, als es fast zu spät war, fanden sie einen Arzt, der mir die erste von vielen krampflösenden Spritzen gab, die ich dann all monatlich bekommen sollte. Oft in letzter Minute.

Später hatten meine Eltern dann Routine. Wir hatten ein eigenes kleines Auto und sie kannten jeden Handgriff, der zu tun war, jede Straßenecke, das Klinikpersonal, ja alles was auf und am Weg zur Klinik lag kannten sie wortwörtlich im Schlaf. Als ich zwei Jahre alt wurde, hatte ich es dann geschafft. Ich brachte die ersten drei Monate ohne einen Anfall hinter mich, und habe nun 23 Jahre ohne Krupp gelebt.

Erst heute, ich habe inzwischen selber Kinder, erzählten mir meine Eltern davon, aus Sorge das meine Kinder es wieder bekommen könnten, denn in unserer Familie sei es fast wie ein Erbfluch.

Und etwas ist auch geblieben. Zum einen haben sich durch die Krämpfe bei mir damals die Brust-Knochen verformt. Babys haben eben noch sehr weiche Knochen und der dauernde Kraftaufwand und die Anspannung der Krämpfe haben mein Brustbein gekrümmt. Das sieht nicht halb so schlimm aus wie es klingt und erinnert sehr stark an eine Trichterbrust.

Das andere bekam ich erst heraus, als ich vor kurzem zufällig auf andere Krupp-Huster traf. Wir unterhielten uns über unsere Kindheit und es stellte sich heraus, dass wir beide als 6-12 Jährige unter den selben Alpträumen litten. Wir träumten das wir völlig hilflos allein in einem Raum eingeschlossen waren in dem die Wände langsam auf uns zukamen. Nur das es nie zu Ende war. Es wurde unendlich eng, manchmal rannten wir im Traum dabei noch vorn, um zu entkommen, aber meistens wachten wir schweißgebadet, zitternd und weinend auf. Ich ging dann immer zu meinen Eltern, die mich beruhigten.

Interessanterweise gibt es eine Häufigkeit dieser Alpträume bei Asthmakranken. Bei Krupp-Kindern hat man dies noch nicht untersucht und recherchiert. Ich denke das es hier eine Parallele gibt.

Wenn ich die Berichte anderer hier lese, staune ich, wie gut man heute helfen kann. Meine Eltern hingen damals dampfende feuchte Tücher in mein Zimmer, wenn sie ahnten, dass es wieder einen Anfall geben könnte. Die Fenster rissen sie auf, und ließen mich selbst im Winter, wenn ich hustete in die kalten Schneenächte atmen. Erst wenn nichts mehr zu machen war, rannten bzw. später fuhren sie los.

Inzwischen sind 24 Enkelkinder geboren, von denen nur eines mit Pseudo-Krupp zu kämpfen hatte und dank der Medizin alles gut überstand. Schön, dass es inzwischen schnellere und bessere Hilfe gibt.

Markus

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