Was ist HiB ?
Welche Krankheiten verursacht das Haemophilus influenzae Typ b?Haemophilus influenzae Typ b (Hib) ist KEINE Virusgrippe, sondern eine bakterielle Erkrankung. Zu ihren wichtigsten Symptomen zählen Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Ohren, des Nasen-Rachen-Raums, des Kehlkopfs und gegebenenfalls der Hirnhäute. Die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) ist besonders gefürchtet, da sie rasch zur Erstickung führen kann. Überaus gefährlich ist auch die durch Hib verursachte eitrige Hirnhautentzündung. Diese Erkrankung kann trotz Behandlung zu bleibenden Schäden (wie Hörschäden und Entwicklungsstörungen), in manchen Fällen sogar zum Tod führen. Kleine Kinder sind durch die Erkrankung besonders gefährdet. Problematisch ist die Resistenz einzelner Stämme des Erregers gegen Antibiotika, was die Therapie unter Umständen problematisch gestaltet. Welche Impfungen gibt es?Die HIB-Impfung ist üblicherweise Bestandteil einer Kombinationsimpfung. Sehr verbreitet ist die Vierfachimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Hib. Seit kurzem gibt es auch die Möglichkeit, die HIB-Impfung als Bestandteil einer neuen Fünffach-Impfkombination zu erhalten, die darüber hinaus noch einen Impfstoff gegen Kinderlähmung enthält. Diese Kombinationsimpfungen haben den Vorteil, dass Ihr Kind mit einem einzigen Piks gegen mehrere Krankheiten geimpft ist. Die ImpfstoffeBeide Mehrfach-Kombinationsimpfstoffe, sowohl die Vierfach- als auch die Fünffach-Kombination sind gut verträglich. Es gibt den Impfstoff auch als Einzelimpfstoff (Hib) oder in der Dreifachimpfung in Kombination mit Diphtherie und Tetanus. NebenwirkungenEventuell können Hautrötung, Schwellung oder vorübergehende Verhärtung an der Impfstelle auftreten. Gelegentlich leidet der Geimpfte unter Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag oder leichtem Fieber. Allergische Überreaktionen sind sehr selten. Lassen Sie Ihr Kind keinesfalls impfen, wenn es hohes Fieber hat oder schwer krank ist. Ein leichter grippaler Infekt ist dagegen kein Hinderungsgrund. Wie wird geimpft?Der Impfstoff wird intramuskulär verabreicht, also in den Muskel gespritzt. Es kann seitlich ins Gesäß (Impfung in den Po), in den Oberarmmuskel oder in die Oberschenkelmuskeln geimpft werden. Wie oft muss geimpft werden?Zwischen dem zweiten und dritten Lebensmonat sollte die Impfung mit dem Vierfach- oder Fünffachimpfstoff begonnen werden. Es wird dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft. Lassen Sie die Impfung im zweiten Lebensjahr Ihres Kindes auffrischen. Es ist dann über mehrere Jahre geschützt. Weitere Auffrischungsimpfungen sind nicht nötig, da die Häufigkeit schwerer Hib-Infektionen nach dem fünften Lebensjahr sehr gering ist. Wie wichtig ist die Impfung?Der Erreger verursacht lebensbedrohliche Erkrankungen und entwickelt zunehmend Stämme, die auf Antibiotika nicht mehr reagieren. Die Therapie wird dadurch schwieriger - eine Infektion sollte daher unbedingt vermieden werden. Die Einführung der Impfung in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1990 hat zu einem dramatischen Rückgang der Erkrankung geführt und viele Kinder vor bleibenden Schäden bewahrt. Vor Einführung der Impfung betrafen 50 Prozent aller durch Hib verursachten Hirnhautentzündungen Säuglinge im ersten Lebensjahr. Deshalb sollte früh mit der Impfung begonnen werden. Vorlage: Prisca Drews
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